7 August 2019

[Review] Your Voice: Kimikoe

von Velverin

Der zweite Film auf der Animagic für mich war Your Voice. August 2017 in Japan und Anfang 2019 in Deutschland veröffentlich, dreht sich der Anime um die Macht von Worten. Er basiert auf dem Glauben, dass Worte ebenfalls Seelen haben und Wünsche erfüllen können, wenn man nur fest genug daran glaubt. Jedoch schlechte oder böse Wünsche fallen immer auf einen zurück. Zum Beispiel: Jemanden zu wünschen, dass er die Treppe herunterfällt, führt eher dazu, dass dies dir selbst passiert als der gewünschten Person.

Verantwortlich hierfür sind die sogenannten Kotodama. Nagisa Yukiai kennt sie von klein auf, dank ihrer Oma. Sie kann sie sogar in form kleiner Seifenblasen ähnlicher Kugeln sehen. Dabei hat auch jedes Kotodama eine eigene Farbe, abhängig von der Person, die ihn ins Leben ruft. Ihre Freundinnen glauben jedoch nur bedingt an die Kotodama und gerade Kaeda ist das Beispiel für die negativen Kotodama. Während sich Nagisa darüber mal wieder ärgert und ihrer Wut luft macht, wird sie auf dem Heimweg vom Regen überrascht und findet Unterschlupf in einem alten Café, welches auch eine kleine Radiostation besitzt. Nagisa probiert diese aus und verärgert damit Shion, deren Mutter das Café und das Radio gehört und seit einem Autounfall im Koma liegt. Shion schreibt ihr wütend, dass sie bloß von allem wegbleiben soll. Doch dies führt Nagisa nur dazu nachzuforschen und während Shion selbst eine Radiosendung macht, sieht sie ein Kotodama in Richtung der Mutter schweben und entschließt, dass dies der richtige Weg sein muss. So überzeugt sie Shion die Radiosendungen fortzusetzen und nach und nach vergrößert sich die Gruppe, mit dem gemeinsamen Ziel Shions Mutter aus dem Koma zu holen.

Wie so ziemlich jeder aktuelle Anime kann ich auch hier keine größeren Schwachstellen in der Animation feststellen und wenn sind es leider auch wieder eher Gesichtsausdrücke als andere Schwächen.
Ich bin mir nicht ganz sicher, was der Anime genau erzählen will. Er war zwar irgendwie unterhaltsam, gleichzeitig aber auch verwirrend. Für mich wurde irgendwie kein Thema so richtig behandelt oder zusammengeführt. Auf der einen Seite werden Kotodamas zwar mehrfach erwähnt, bis auf ein paar kleinen Szenen und einer großen Szene am Ende spielen sie jedoch kaum eine Rolle. So richtig um Freundschaft scheint es auch nur bedingt zu gehen. Zumindest wirkt es als wäre Shion ein beständiger Fremdkörper, obwohl es ihr Wunsch ist, der alles irgendwie antreiben soll. Aber auch dies gerät irgendwie recht schnell wieder in den Hintergrund. Es wäre besser gewesen sich auf ein Thema zu konzentrieren bzw. zumindest die Kotodamathematik auch während des Mittelteils stärker zu präsentieren, denn ich hatte das Zwischendrin durchaus wieder vergessen. Auch nicht verkehrt wäre es gewesen, die Anzahl an Charakteren zu reduzieren und dadurch die verbliebenen Charakter zu stärken. So bleibt einem irgendwie nur Nagisa als wirklich voll ausgearbeiteter Charakter in Erinnerung.

Trotzdem möchte ich ihn nicht als schlecht bezeichnen, denn er war trotz allem unterhaltsam und hatte seine gefühlvollen Momente. Ein großes Meisterwerk ist jedoch leider nicht.

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Verfasst 7. August 2019 von Velverin in category "Kino/Cinema", "Multimedia

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