20 Mai 2019

[RPG] Dragonlance – Dragons of Autumn Twilight (Movie)

geschrieben von Velverin

D&D in Film und Fernsehen ist so eine Sache. Wenige finden den ersten Realfilm gut (auf den zweiten und dritten gehe ich in weiteren Beiträgen noch ein) und bei der Zeichentrickserie schwingt Nostalgie mit. Doch im Jahre 2008 sollte alles bes… Im Jahre 2008 kam dann der nächste Anlauf für die Welten von Dungeons & Dragons. Diesmal kein Realfilm mit einer neuen Story, auch keine Serie sondern ein Zeichentrickfilm zu den legendären Dragonlance Romanen. Eine der beliebtesten Geschichten als Grundlage was sollte da schon schiefgehen?

Was sollte schon schiefgehen? Man sieht es bereits im Trailer, das Zusammenspiel zwischen Zeichnung und CGI passt einfach nicht. Für mich wirkt es fast als dachten die Verantwortlichen der Roman ist aus den 80er also nehmen wir Zeichnungen und Animationen aus den 90ern und zack haben wir ein Produkt für die 2000er. Dabei finde ich die Umsetzung an und für sich nicht schlecht. Ihr Anstrich ist für einen Film von 2008 einfach zu alt. Ein Update im Aussehen für die Charaktere wäre nicht verkehrt gewesen und eben einen besseren Animationsstil. Für das Charakterupdate zumindest schiebe ich die Schuld eher in Richtung Wizards of the Coast, für die außer Forgotten Realms scheinbar nichts anderes mehr interessant ist (egal welche Fresschen sie den Leuten hinwerfen). Mit Lucy Lawless, Michael Rosenbaum und Kiefer Sutherland hatte man auch Namen, die das ganze etwas über die RPG-Welt hätte hinaustragen können. Aber weder dies noch die Story können diesen Film wirklich retten.
Es gab natürlich nach dem Release auch die Stimmen, dass aus dem ersten Roman besser zwei als ein Film hätte werden sollen. Ganz ehrlich diese Diskussionen gibt es bei jeder Verfilmung von Büchern egal in welchem Genre. Ich fand es gut zusammengesetzt für 90 Minuten, wären da nur nicht die CGI Drachen und Draconians. Der Film wäre zumindest in meinen Augen schon etwas besser geworden, wenn auch diese gezeichnet worden wären. Zumindest ich, vermutlich vorbelastet durch Lex Luthor und bärtiges Gesicht, hätte gerne Michael Rosenbaum (Lex) als Raistlin und Kiefer Sutherland (Bart) als Tanis gesehen.

Alles in allem ist eine kurzweilige Unterhaltung, aber es bleibt dabei, dass es D&D außerhalb von Romanen, Comics und Games schwer hat Fuß zu fassen, obwohl gerade durch Bücher und Comics genug Material für andere Umsetzungen hätte. Vielleicht wäre es auch nicht verkehrt eine der Kampagnen als Serie aufzusetzen, dass so etwas funktionieren kann werden wir noch sehen. Wobei ich noch die Vermutung dazu aufstelle, dass WoTC eventuell auch gar nicht in das Medium Film und Fernsehen einsteigen will und daher uns Fans mit Häppchen abspeist.

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Verfasst 20. Mai 2019 von Velverin in category "Games", "Kino/Cinema", "Rollenspiel

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