3 Oktober 2017

Tanz der Vampire in Stuttgart 13.07.-14.07.2017 TEIL 1

Tanz der Vampire

 

Ein Gastbeitrag von Bellaria

Mit großer Aufregung erwartete ich die Ankündigung wer nach Thomas Borchert in die Gruft bzw. in das Schloss als der neue Graf von Krolock einziehen würde.  Am 04.06.2017 war es dann soweit. Während wir uns für die Fahrt nach Tecklenburg zur Pfingstgala „Musical meets Pop“ fertig machten, rief meine Mutter mir zu: „Es gibt Neuigkeiten zum nächsten Grafen!“ Ich sprintete aus dem Bad und öffnete das Video auf Facebook und da war sie… Die Stimme die ich nach Jan unbedingt in der Rolle des Grafen hören wollte… Mark Seibert!

Hier eine kurze Geschichte, wie ich auf ihn gekommen bin:

Ich hatte ihn das erste Mal bei „The Milestones Project“ am 04.03.2017 im Ebertbad in Oberhausen gesehen. Da dachte ich, mmh, na gut, Stimme ist ok, aber nicht ganz so meins, etwas gelackt der Typ, an Jan kommt er nicht ran. Ein Youtube Promo Video zu „Tanz der Vampire“ aus dem letzten Jahr, bestätigte mich erst einmal, dass ich mir den Namen nur merken sollte um zu wissen was ich nicht sehen möchte, da ich seine Stimme und seine Performance da sehr unpassend fand.

Dann bin ich meiner Mutter zuliebe mit zu seinem  Solokonzert „Where do I go“ am 13.05.2017 ebenfalls ins Ebertbad in Oberhausen mitgegangen. Böser Fehler! Seitdem bin ich absolut begeistert von ihm. So begeistert, dass ich im Rahmen meines Urlaubs in Salzburg sogar die Strecke von 600 km insgesamt mit dem Auto auf mich nahm um ihn in „Schikaneder“ im Raimund Theater Wien zu sehen. Das tat meiner Begeisterung keinen Abbruch – im Gegenteil, ich fand ihn super. Zum Leidwesen meines Portemonnaies war schnell klar, dass, sollte er jemals erneut den Grafen geben, ich ihn in dieser Rolle sehen muss.

Soweit so gut. Zurück zur Ankündigung. In meiner Euphorie wurde erstmal meine Facebook-Gruppe benachrichtigt. Es herrschte allgemeine Belustigung, dass ich mich so extrem freute. Anja und Tine hatten bereits im Vorfeld bei etlichen Überlegungen, wer denn als nächstes den Grafen spielen könnte anklingen lassen, dass sie sich Mark auch gerne mal ansehen würden. Ich hübschte mich zu Ende auf und wir fuhren los. Zum Glück war meine Mutter so nett und übernahm das Fahren, sodass ich Karten bestellen konnte. Wie bereits erwähnt, wollten Anja und Tine sich diese Gelegenheit auch nicht entgehen lassen. So schrieb ich sie beide an und es war schnell verabredet, dass wir uns am 14.07.2017 gemeinsam Tanz der Vampire in Stuttgart ansehen würden. Wir hatten Glück und ergatterten tatsächlich noch Karten mit jeweils 2 Plätzen in Reihe 3 und 4 rechts mittig am Gang (da wo u.a. der Graf her läuft ).

Prompt gab es eine Woche später eine Aktion bei der man 2 Karten für 1 kaufen konnte. Da wir ja eh schon ab dem 13.07.2017 in Stuttgart übernachten wollten, habe ich mir und meiner Mutter noch für den Abend Karten in PK2 bestellt, hier handelte es sich um die gleiche Reihe rechts außen. Frei nach dem Motto: „Wenn wir schon mal da sind…“ Nicht zu vergessen, dass ich im Mai noch zu Anja und Solveigh gesagt habe, dass ich es Wahnsinn finde zwei Tage kurz hintereinander in ein Musical zu gehen.  Wozu die Herren einen treiben. Unglaublich. Oder doch der Gruppenzwang?

Vom 04.06.2017 bis 13.07.2017 war es nicht lang. Die Aufregung stieg und stieg. Am 13.07.2017 fuhren wir dann früh um 8.30 Uhr los.  Die Strecke von Schermbeck bis nach Stuttgart (Hotel Filderhof) beträgt 461 km. Nachdem wir eingecheckt hatten, machten wir uns auch zeitig auf den Weg zum SI-Centrum (6 km) um uns zu stärken. Wir wählten das Restaurant „Braustube Schloßturm“ wo es schwäbische Spezialitäten gab.  Nach einem hervorragenden Essen fuhren wir ins Obergeschoss zum Palladium Theater. Ich besorgte mir eine Besetzungsliste des Abends, teilte sie meinen Mädels in die FB-Gruppe und dann warteten wir auf den Einlass.

Als wir endlich auf unseren Plätzen saßen, warteten wir gespannt auf die Ansage. Dann hörten wir auch Marks Stimme, die uns mitteilte, dass Ton und Bildaufnahmen nicht gestattet sind und es ging über in die Ouvertüre. Freudig angespannt genoss ich den ersten Teil bis zu „Gott ist tot“. Das war der erste Auftritt von Graf von Krolock… 

Was soll ich sagen? Er hat es „gerockt“ , wie man so schön sagt. Selbst von meinem anfänglichen Eindruck, dass ihm das Grafen-Make-Up nicht wirklich steht, was ich aufgrund von Bildern festgestellt hatte, muss ich abrücken.

Es passte alles. Stimme, Gestik, Mimik.  Man kann ihn nicht mit Jan vergleichen, da er ja in einer ganz anderen Tonlage singt. Aber selbst das war passend, obwohl ich es mir ursprünglich echt nicht vorstellen konnte, da ich eher tieferen Stimmen etwas abgewinnen kann. Er hat sich was das Promo-Video angeht weiterentwickelt. Auch damit unvergleichlich. Sein Graf war sehr süffisant und humorvoll angelegt, wobei er ihn dadurch nicht ins Lächerliche zog. Er zeigte sowohl Anmut als auch eine gewisse Arroganz. Zumal hat Mark an sich schon einen unheimlichen Sex-Appeal, der dem Grafen hier auch zu Gute kam. Vor dem Schloss zeigte er bei der Vorstellung von Professor Abronsius ernsthaftes Interesse. Jan zum Beispiel ist eher genervt und verdreht die Augen, wenn der Prof. sich vorstellt.

Außerdem sahen wir auch eine andere Sarah – Marina Maniglio.  Mir persönlich gefiel sie etwas besser als Anja Wendzel und Veronica Appedu aufgrund ihrer tollen, ruhigeren Stimmfarbe. Sie sang zudem noch akzentfreier als Veronica. Aber das ist subjektiv und soll auch nicht heißen, dass Anja und Veronica schlecht waren. Ganz im Gegenteil! Die beiden haben das ebenfalls super gespielt. Es geht hier lediglich um die für mich schönere Stimmfarbe. 

Hervorzuheben wäre da nur noch der für mich bisher einzig wahre Herbert – Max Meister.  Eigentlich kann ich es gar nicht beschreiben. Seinen Auftritt bei „Wenn Liebe in dir ist“ ist einfach mitreißend. Er spielt das perfekt. Was mich aber viel mehr beeindruckt hat, war das ich, als er bei der Szene im Ballsaal auf der Bühne stand geradezu von ihm abgelenkt war und sogar Sarah & von Krolock in den Hintergrund rückten. Er spielte den Herbert vom Anfang bis zum Ende ohne Pause. Jede Bewegung wirkt weniger einstudiert als natürlich. Der absolute Hammer.

Sonst hatten wir die üblichen Verdächtigen als Darsteller, die wieder restlos überzeugten. Ob Darsteller oder auch die grandiosen Solotänzer und das Ensemble. Der Wahnsinn. Da ich jetzt gerade schon das Gefühl habe, den Rahmen mit diesem Beitrag zu sprengen, hoffe ich, dass mir niemand böse ist, wenn ich jetzt auf die beiliegende Besetzungsliste verweise. 

 

Nach der Vorstellung gingen wir zu Stage Door. Wir wollten uns ein Bild machen von Mark als Mark. Er kam tatsächlich als einer der ersten raus.

Ich hatte ihn bereits nach Schikaneder kurz gesehen, wo er mir das Geschenk für meine Mutter signierte – eine CD von Schikaneder. Ich fand ihn sehr angenehm und freundlich. Dieser Eindruck bestätigte sich auch an diesem Abend. Es gab ein Foto und eine Unterschrift auf meine Handyhülle. 

Danach fuhren wir glücklich und zufrieden ins Hotel.  Die Aufregung ließ mich leider lange nicht einschlafen, da ich zum einen noch aufgedreht war von dieser tollen Show und zum anderen freute ich mich sehr am nächsten Tag Anja (Mya) und Tine wiederzusehen…

BELLARIA

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Verfasst 3. Oktober 2017 von Bellaria in category "Musicals

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Musicalbegeistert

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